Erbsen-Spargel-Frikassee

Erbsen-Spargel-Frikassee

4SterneGeschmackswertungW

Frühsommer auf dem Teller!

Zutaten

  • Spargelabschnitte
  • frische Erbsen
  • Zuckerschoten
  • glatte Petersilie
  • frischer Estragon
  • Butter
  • Mehl (feines, kein Vollkorn)
  • Milch
  • Salz&Pfeffer

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 10-30 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 20-30 Min. / Schwierigkeitsgrad: mittel

Wenn Du die Erbsen gepuhlt und den Spargel geschält und geschnitten hast, bringst Du den Reis nach der Absorptionsmethode auf den Weg. Wenn er in 15-20 Minuten fertig ist, sollte auch Dein Frikassee fertig sein.

Zerlasse dazu bei niedriger bis mittlerer Hitze Butter in einem Topf. In die geschmolzene Butter siebst Du Mehl, das Du einrührst, bis die Butter komplett gebunden ist. Das Mehl darf nicht so heiß werden, dass es bräunt!

In das Butter-Mehl-Gemisch rührst Du nach und nach mehr Milch ein, so dass eine cremige Béchamelsauce entsteht. Weiter gilt: nicht zu heiß, damit die Sauce nicht verbrennt.

Die Spargelabschnitte kannst Du vorkochen und jetzt dazu geben oder jetzt in der Sauce garen, wenn sie in dünne Scheiben geschnitten sind.

Du wirst beständig rühren müssen, damit die Sauce nicht anbrennt.

Wenn der Spargel weich wird, kannst Du die Erbsen dazu geben. Weitere 2-3 Minuten später folgen die Zuckerschoten und der Estragon.

Wenn die Zuckerschoten und Erbsen weich sind, aber noch etwas Biss haben, schmeckst Du Dein Frikassee mit Pfeffer und Salz ab und servierst es mit gehackter, glatter Petersilie.

Guten Appetit!

Erbsen-Spargel-Frikassee

Tahdig: Knuspriger persischer Reis mit Gemüse

Knuspriger Tahdig Gemüse

5SterneGeschmackswertung

Vor Jahren brachte mir ein iranischer Bekannter die Zubereitung von Tahdig bei. Wir verloren uns aus den Augen und auch das Rezept entschwand mir irgendwie. Was für eine Schande, denn dies ist die wahrscheinlich wohlschmeckendste Art Reis zuzubereiten!

Zutaten

Reis mit Tahdig:

  • Basmatireis
  • Öl und/oder Butter
  • frische Kräuter (z.B. Dill, Petersilie)
  • Salz

Schmorgemüse:

  • Wurzeln (Karotten)
  • Stangensellerie
  • (rote) Zwiebeln
  • Pilze
  • Knoblauch
  • eine mittelscharfe (gelbe) Chili
  • Salz
  • Frühlingszwiebeln
  • frischer Koriander
  • frische Petersilie

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 5-20 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 45 Min. / Schwierigkeitsgrad: mittel schwer

Den Reis in reichlich Wasser und Salz 5-8 Minuten vorkochen, durch ein feines Sieb abgießen und unter kaltem Wasser spülen.

Im gleichen Topf wahlweise 1-2 mm hoch Öl oder Butter erhitzen. Wenn Du den Kochtopf nach dem Abgießen noch einmal auf den Herd stellst, kannst Du das restliche Wasser verdunsten, bevor Du Öl/Butter hinein tust.

In das heiße Öl kommt ca. die Hälfte des Reis. Darüber schichtest Du z.B. Petersilie und Dill (auch Rosinen und Safran sind traditionell) und darauf den restlichen Reis.

Die Temperatur nimmst Du auf geringe bis mittlere Hitze zurück und bedeckst den Topf mit einem Deckel, unter den Du ein Küchentuch legst (s. Foto unten). Nach 40-50 Minuten sollte der Tahdig fertig sein.

Tahdig Kochtopf Tuch

Während der Reis langsam unten den Tahdig (die Reiskruste unten im Topf) bildet, kannst Du dich um das Gemüse kümmern. Mein Gemüse hier sieht auf den ersten Blick fast wie ein früheres Rezept aus. Dabei war das Gemüse aber nur recht kurz, stark erhitzt worden. In diesem Fall ist es länger, bei niedriger Hitze geschmort.

Bei relativ hoher Hitze bekommen die Pilze in einer Pfanne im Öl etwas Farbe. Dann nimmst Du die Temperatur auf eine mittlere zurück und gibst Chili, Zwiebeln, Knoblauch, Wurzeln (Karotten) und Sellerie dazu. Das Gemüse wird mit einem Deckel zugedeckt und darf ungefähr 20-25 Minuten unter gelegentlichem Umrühren schmoren. Die Stücke dürfen nicht zu klein geschnitten sein, damit das Gemüse noch etwas Biss behält und nicht völlig zerkocht.
Durch das langsame Garen wird das Gemüse so süß, dass meine Frau dachte, ich hätte mit Zucker oder Honig nachgeholfen.

Der Tahdig wird im Topf mit einem Schaber leicht angelöst. Dann stellst Du einen Teller oder eine Schüssel auf den Topf und stürzt Reis und Tahdig darauf. Wenn der Tahdig perfekt ist, hast Du jetzt einen goldgelben bis leicht braunen Reiskuchen vor dir. Oder es geht dir wie mir bei meinen ersten zwei Versuchen und Du hast Trümmer von krustigem und normalem Reis auf dem Teller. 😉

Auf das Gemüse kommen jetzt noch feingehackte Petersilie und Koriander sowie fein geschnittene Frühlingszwiebel.

Guten Appetit und einen knusprigen, würzigen Genuss!

Tahdig Gemüse

Leckere Pestos holen den Sommer zurück

Pestos

Regen, Regen, Regen – aber mit sommerlichen Pestos und Pasta holen wir uns den Sommer zurück! 🙂

Die glatte Petersilie im Garten zeigt mit Rostflecken, dass ihr die dauerfeuchte Witterung ebenso wenig gefällt wie mir. Die Gefrierung ist schon voll genug und deshalb war gestern endlich mal ein Petersilienpesto dran.

Meine Familie liebt mein Basilikum-Mandelpesto (s.u.), aber bei der Ankündigung von Petersilienpesto gab es bisher nur lange Gesichter. Nach der Blindverkostung gestern konnte ich aber mindestens 50% der Familie überzeugen, dass das lecker ist.

Aber, ob Du dein Pesto mit Basilikum oder Petersilie machst, einmal selbst gemacht, wirst Du nicht mehr zur Industrieware zurückkehren. Versprochen!

Zutaten

Für alle Pestos:

  • Rapsöl (1 Flasche)
  • ein gutes, leckeres Olivenöl (1 Flasche)
  • Meersalz

Petersilienpesto:

  • ~150g Parmigiano Reggiano im Block (nicht dieses fiese, gemahlene, stinkende Zeug)
  • ~150g geschälte Sonnenblumenkerne in einem Topf angeröstet
  • eine mittelgroße Schüssel voll mit glatter Petersilie / ein paar Bund
  • etwas flüssigen Honig (nach Bedarf)

glatte Petersilie

Basilikum-Mandelpesto:

  • ~150g Parmigiano Reggiano im Block
  • ~150g Mandeln (gemahlen oder ganze Mandeln)
  • Basilikum (von 2-3 Töpfen bei Supermarktware)

Tomatenpesto

  • ~150g sehr trockener, reifer Gouda (alternativ Parmigiano Reggiano)
  • ~150g getrocknete Tomaten (trocken oder in Öl eingelegt)

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 10-15 Min. (je Pesto) / Koch-/Backzeit: 0 Min. / Schwierigkeitsgrad: sehr einfach

Die Nüsse/Mandeln/Kerne werden jeweils mit einer Küchenmaschine fein gehackt. Alternativ kannst Du auch einen Mörser und Stößel benutzen. Dann musst Du die oben angegebene Arbeitszeit nur ungefähr vervierfachen…
Die Mandeln z.B. schäle ich nicht, sondern zerhacke sie mit den Schalen. Das ergibt  einen etwas rustikaleren Geschmack als bei fertig gemahlenen Mandeln aus dem Supermarkt.

Die Käse werden getrennt von den Nüssen gemahlen. Dann werden jeweils Nüsse, Käse und Kräuter in der Küchenmaschine zusammengebracht. Damit die Maschine gut durch kommt, wird nach und nach Öl dazu gegeben, bis das Pesto eine zähflüssige Konsistenz bekommt. Die Verteilung wie viel Rapsöl und wie viel Olivenöl man nimmt, ist eine reine Geschmackssache. Am Schluss wird mit dem Meersalz abgeschmeckt. Mein Petersilienpesto war anfangs etwas zu bitter. Dem konnte ich mit der Zugabe von etwas flüssigem Honig begegnen.

Lagerung

Damit die Pestos einige Wochen im Kühlschrank lagerfähig sind, gebe ich sie in heiß-sterilisierte Gläser mit Bügelverschluss (bin ja Flensburger 😉 ).
Das Pesto sollte immer mit etwas Öl bedeckt sein. Außerdem sollte man vermeiden, die Wände und Ränder bei der Entnahme vollzukleckern, da sich auf den Klecksen leicht Schimmel bilden kann.

Verwendung

Die Pestos sind lecker mit Nudeln (meine Favoriten sind Penne und Tagliatelle) oder auch als Brotaufstrich für Sandwiches.

 

Querbeetsalat mit Rote-Beete-Dressing

Querbeetsalat

Geschmackswertung: 5Sterne

Beim Querbeetsalat ist der Name Programm!
Die Inspiration stammt von einem Wildkräutersalat von Yotam Ottolenghi.
In den Salat kommen quer durchs Beet alle möglichen, verfügbaren Kräuter und Salate. Die Basis bilden die Salate. Die gehackten Kräuter liefern immer wieder andere geschmackliche Erlebnisse – je nachdem, was man gerade in den Mund bekommt. Das ist spannend und extrem lecker!

Zutaten

Nach Verfügbarkeit z.B.

– als Basis:

  • Pflücksalat
  • junge Blätter vom Spinat, Mangold oder Roter Beete
  • Rucola

– für den geschmacklichen Kick:

  • Vietnamkoriander, Brunnenkresse, Thaibasilikum, Basilikum, Basilikumblüten, Dill, Sauerampfer, Kurkumablätter, Kardamomblätter, Blätter vom tasmanischen Pfeffer, Minze, glatte Petersilie oder was immer Du magst! Aber Vietnamkoriander ist besonders lecker.

– für das Mundgefühl:

  • geröstete Sonnenblumenkerne
  • geröstete Kürbiskerne
  • geröstete Mandelsplitter
  • Knoblauchcroûtons

– für das Dressing:

  • Balsamico-Essig
  • Raps- oder ein Nussöl
  • eine kleine Rote Beete
  • Honig
  • Meersalz
  • nach Geschmack: etwas (körniger) Senf,  fein gehackter Knoblauch und etwas fein gehackte Chili

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. / Koch-/Backzeit: 0 Min. / Schwierigkeitsgrad: einfach

Die Salate waschen, trocken schleudern (eine Salatschleuder ist kein Luxus!) und als mundgerechte Stücke in eine Salatschüssel oder in Salatschüsselchen zupfen.
Die Kräuter nach Möglichkeit nicht waschen, sondern einfach mit dem Messer in nicht zu kleine Stücke schneiden. Da darf gerne mal eine 1cm langes Stück oder ein ganzes Blatt drin sein.
Kräuter und Salate vermengen. Obacht, dass nicht alle Kräuter auf den Grund der Schüssel fallen.

Für das Dressing eine kleine Rote Beete mit einer groben Reibe zerkleinern. Die geriebene Rote Beete wird dann für mindestens zehn Minuten im Balsamico-Essig mit etwas Honig und Meersalz mariniert.
Anschließend werden das Öl und nach Geschmack auch Senf, Knoblauch und Chili in das Dressing eingerührt oder die ganze Mischung in einem Shaker (=altes Marmeladenglas) durchgeschüttelt.

Das Dressing kann man direkt über den Salat träufeln oder es jedem selbst überlassen, wie er/sie den Salat mag (trocken oder ertränkt).

Variation: Zusätzlich kann man geröstete Sonnenblumen- oder Kürbiskerne auf den Salat streuen. Auch klein gebröselter Ziegenfrischkäse passt sehr gut zur Roten Beete – aber dazu gibt es mal ein eigenes Rezept. 🙂