Wenn ein Thai-Curry und eine norditalienische Pastasauce heirateten, müsste das Kind genau so schmecken! Bei der ersten Gabel denkt man noch an italienische Pasta. Doch wenn die Nudeln den Mund erreichen ist da Kafirlimette, Ingwer, Thai-Basilikum und Koriander – die Basis eines grünen Thai-Currys.
Dieses Rezept feiert die ersten Zuckerschoten aus dem Garten. Es würde aber wahrscheinlich genauso gut mit fein geschnittenem Cavolo Nero oder Schnittmangold funktionieren.
Zutaten
Linguine
Olivenöl
2 Zwiebeln
2cm Ingwer
1 Blatt frische Kaffirlimette
200ml Weißwein
Sahne
Parmigiano Reggiano o.ä. Hartkäse
2 Knoblauchzehen
300g Zuckerschoten
frischer Koriander
frisches Thaibasilikum
Zubereitung
Nudeln in viel Wasser kochen. Während das Wasser kocht und dann die Nudeln garen, die Sauce zubereiten.
Zwiebeln in Öl anschwitzen. Dabei nicht – wie auf dem Bild… – braun werden lassen. Fein gewürfelten Ingwer und in feine Streifen geschnittene Kaffirlimette dazu geben. Mit Weißwein ablöschen und komplett reduzieren.
Mit Sahne auffüllen und diese reduzieren. Pamesan und Knoblauch mit feiner Reiben hinein reiben.
Wenn die Nudeln nicht mehr als zwei Minuten brauchen, die Zuckerschoten in die Sauce geben. Unmittelbar vor dem Servieren die gehackten Kräuter unterheben.
Als noch alle Mitglieder der Familie Fleisch aßen, war Wurst mit Senf von Nigel Slater eines unserer liebsten Pastarezepte. Hier kommt die vegetarische Variante, die anders aber nicht minder lecker ist.
Arbeitszeit: 15 Min / Koch-/Backzeit: 20-30 Min/ Schwierigkeitsgrad: einfach
Zutaten
500g Tagliatelle
750-800g braune Champignons oder grobe Bratwürste
4 mittelgroße Zwiebeln
1-2 Knoblauchzehen
1-3 EL mittelscharfer Senf
1-3 EL körniger Senf (wichtig für Geschmack und Mundgefühl)
400ml Sahne
Bund glatte Petersilie
Salz & Pfeffer
Olivenöl
Zubereitung
Die Pilze vierteln und im Öl bei hoher Hitze scharf anbraten. Dazu benötigst Du eine große Pfanne, damit möglichst alle Pilze Kontakt zum Boden haben und der Wasserdampf vom Anbraten gut entweichen kann.
Wenn die Pilze gut gebräunt sind, die Zwiebeln in nicht zu kleinen Stücken dazu geben und die Temperatur auf mittle Hitze zurücknehmen. Jetzt wird es spätestens Zeit, das Wasser für die Pasta aufzusetzen.
Bei der Variante mit Wurst werden die Bratwürste aus ihren Hüllen gebrochen und die Stücke dann angebraten. Die ungleichmäßige, raue Oberfläche der Brocken erzeugt im fertigen Gericht einen anderen Geschmack und eine andere Textur als in Scheiben geschnittene Wurst! Dazu kommen dann die Zwiebeln (Nigel macht es den anderen Weg herum).
Wenn die Zwiebeln glasig werden, Knoblauch und Senf dazu geben, gut durchrühren und mit der Sahne auffüllen. Das mag nach wirklich viel Senf aussehen, aber auch ich als nicht sooo großer Fan von Senf finde das Gericht sehr lecker.
Während die Pasta kocht und die Sauce vor sich hinköchelt, kannst Du die Petersilie zupfen und klein schneiden.
Wenn die Pasta kurz vor al dente ist – also noch gut Biss besitzt – mit einem Nudelheber in die Sauce heben. Die Wärme der Sauce kocht die Pasta bis zum Servieren noch weiter.
Ungefähr 2/3 der Petersilie dazu geben und mit der Pasta unter die Sauce heben.
Die restliche Petersilie erst beim Servieren frisch auf die Pasta streuen.
Zwei dicke Knollen Fenchel standen noch auf dem Beet – bis vorhin… 😉
Arbeitszeit: 15 Min / Koch-/Backzeit: 15 Min/ Schwierigkeitsgrad: mittel
Zutaten
Olivenöl
2 rote Zwiebeln
2-3 Zehen Knoblauch
(1 frisches Lorbeerblatt)
Mehl (405)
1/2 l Milch
1-2 Knollen Fenchel
5-6 EL geriebener Ziegenhartkäse (Bergziege)
(Meer-)Salz, frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Zubereitung
Reis nach der Absorptionsmethode (1 Becher Reis in 2 Bechern Wasser) aufsetzen.
Zwiebeln und Knoblauch bei kleiner bis mittlerer Hitze in kleinen Würfeln (mit Lorbeer) in Olivenöl anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind. Nach und nach ein Paar Löffel Mehl einrühren, so dass eine klumpenfreie Roux blanc (helle Mehlschwitze) entsteht. Das Mehl darf nicht bräunen.
Unter ständigem Rühren wird jetzt nach und nach kalte Milch dazu gegeben. Weiter aufpassen, dass die Sauce nicht braun wird. Wenn die Konsistenz cremig ist, das Mehl in der Sauce noch ein paar Minuten bei niedriger Hitze ausköcheln lassen.
Der in Streifen/Ringe geschnittene Fenchel kommt nur noch für wenige Minuten in die Sauce. Er darf gerne noch Biss haben und muss nicht weich gekocht sein. Das erhält auch den feinen Anisgeschmack.
Abgeschmeckt wird mit Pfeffer, Salz und etwas geriebenem Ziegenhartkäse. Dazu gibt es Reis.
Ein winziges Stück Käse macht bei dieser Suppe den ganzen Unterschied!
Das Rezept ist an ein Rezept von Silvia Colloca angelehnt. Sie verwendet allerdings keine gelbe Beete, Lorbeer, Ziegenkäse und Mangold sondern Cavolo nero, Parmigiano und Pancetta. Der Clou bei dieser einfachen Tomatensuppe ist ein kleines Stück Hartkäse (Parmigiano, Pecorino), das mitgekocht wird. Ich habe eine 2-3 mm dicke, kleine Scheibe Ziegenhartkäse von einer lokalen Käserei verwendet.
Arbeitszeit: 15 Min / Koch-/Backzeit: 15 Min/ Schwierigkeitsgrad: einfach
Zutaten
über Nacht eingeweichte Kichererbsen (oder 2 Dosen)
1 mittelgroße Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
3-4 kleine bis mittelgroße Gelbe Beete
1 frisches Lorbeerblatt
3-4 Zweige Thymian
2 Packungen passierte Tomate (Passata)
1 dünne Scheibe Hartkäse(-rinde)
ein paar TL frisch geriebener Hartkäse
Schnittmangold, Spinat, Rote Beeteblätter, Brokkoliblätter, Cavolo nero oder ähnliches Blattgemüse
500g Pasta (zerbrochene Tagliatelle/Pappardelle oder Farfalle)
Olivenöl
Zubereitung
Zwiebeln, Knoblauch, Gelbe Beete (in kleinen Würfeln), Thymian und Lorbeer in Olivenöl anschwitzen, bis die Zwiebeln glasig sind und die Gelbe Beete etwas weich wird. Das Gemüse soll nicht bräunen.
Kichererbsen dazu geben und mit den passierten Tomaten auffüllen. Die Verpackungen der Passata mit Wasser füllen und dieses dazu geben. In den Topf kommt auch die Pasta und das kleine Stück Hartkäse, das den ganzen Unterschied macht! Auf mittlerer Hitze köcheln lassen.
1-2 Minuten bevor die Pasta gar ist, kommt das in Streifen geschnittene Blattgemüse in den Topf. Es soll nicht kochen, sondern nur etwas garen und schön frisch in der Farbe bleiben. Mit Salz abschmecken.
Beim Servieren eine kleine Menge frisch geriebenen Hartkäse, frisch gemahlenen Pfeffer und etwas Olivenöl über die Suppe auf dem Teller geben.
Die letzten Asia-Salate vom Winter wurden heute zu einer leckeren Tart.
Arbeitszeit: 30 Min / Koch-/Backzeit: 40 Min/ Schwierigkeitsgrad: einfach
Zutaten
Für den Teig:
175g Mehl
90g Butter
100g frisch geriebener Parmigiano Reggiano oder ähnlicher Hartkäse
1 Ei
gemörserte Fenchelsamen
Meersalz
Für die Füllung:
Olivenöl
1-2 große Zwiebeln
2-3 frische Lorbeerblätter
500g Asia-Salate
1 Stange Zitronengras
200g frisch geriebener Parmigiano Reggiano oder ähnlicher Hartkäse
5 Eier
250ml Sahne
Meersalz
Zubereitung
Die Zutaten für den Teig in einer Küchenmaschine mit dem Messer zusammen hacken und anschließend zu einer Teigkugel kneten. Im Kühlschrank ruhen lassen.
In der Küchenmaschine Zitronengras und Parmesan zerkleinern und dann mit den Eiern, der Sahne und etwas Salz verrühren.
Die Zwiebeln in grobe Stücke schneiden und mit dem Lorbeer in Olivenöl glasig schwitzen. Die Asia-Salate bei großen Blättern etwas kleiner schneiden oder gleich in die Pfanne geben und darin zusammenfallen lassen.
Den Backofen auf 180° (Umluft mit Unterhitze) vorheizen.
Den Teig zwischen zwei Blättern Backpapier ausrollen und in eine Quicheform legen. Die Ränder mit dem Messer glatt schneiden. Die Reste wieder ausrollen und mit dem Messer daraus Blätter oder andere Deko schneiden.
Die grüne Füllung auf dem Teig in der Form verteilen (Lorbeer entfernen). Die flüssige Füllung darüber gießen. Dekoteig darauf verteilen und dann für 30-40 Minuten backen. Dazu passt sehr gut ein frischer Salat.
Arbeitszeit: 30 min / Koch-/Backzeit: 25-30 min / Schwierigkeitsgrad: mittel
Der Schlüssel ist mal wieder Timing. 🙂
Heize den Ofen auf 200°C vor.
Putze das Gemüse und schneide es in ca. 1,5 cm große Würfel. Das Gemüse wird mit dem fein geschnittenen Knoblauch, dem gehackten Rosmarin, der klein geschnittenen Chili, den Lorbeerblätter und einem großzügigen Schluck Olivenöl auf einem Backblech vermengt und verteilt. Das Ganze geht für 20-30 Minuten bei Umluft in den Ofen. Wenn das Gemüse weich wird, kannst Du mit Oberhitze für eine bessere Karamellisierung sorgen.
Die Sahne wird in einem Topf bei kleiner bis mittlerer Hitze gesiedet (nicht gekocht). Dazu gibst Du 4-5 Esslöffel geriebenen Parmigiano und etwas Meersalz. Rühre regelmäßig um, damit sie nicht anbrennt.
Setze Wasser mit Salz für die Nudeln auf, die ca. 8-10 Minuten, bevor das Gemüse fertig ist, in das Wasser kommen.
Nach 20-30 Minuten sollte der Käse völlig geschmolzen und die Sauce herrlich cremig sind.
Zum Anrichten verwende ich tiefe Teller. Darauf kommen die Nudeln, darüber etwas von der Sahnesauce und darauf das karamellisierte Gemüse. Hätten wir nicht gerade Temperaturen im Minusbereich, hätte ich noch etwas frische, fein geschnittene, glatte Petersilie darüber gegeben.
Risotto haftet an, schwierig oder aufwändig in der Zubereitung zu sein. Das stimmt aber nicht, denn das gefürchtete, ständige Umrühren ist gar nicht notwendig.
Die Pastinake in diesem Rezept taucht zweifach auf. Im Risotto selbst ist etwas Pastinake und als interessante Textur für Abwechslung im Mundgefühl sind auf dem Risotto ein paar Pastinakenchips mit Zwiebelringen.
Arbeitszeit: ca. 45 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 30 Min. / Schwierigkeitsgrad: mittel
Der angegeben Schwierigkeitsgrad entsteht bei diesem Rezept allein durch das Timing. Alle Zutaten passend fertig zu haben ist der Trick! Deshalb habe ich damit angefangen, das gesamte Gemüse zu putzen und den Parmesan zu reiben.
Für die Chips den Ofen auf 200° (Umluft) vorheizen. Die Pastinaken in ca. 2 mm dicke Scheiben schneiden und die Zwiebel in ähnlich dicke Ringe. Auf einem Backblech (eventuell mit Backpapier) mit dem Olivenöl und dem Meersalz vermengen und in den vorgeheizten Ofen schieben. Alle 10 (später 5) Minuten kontrollieren, ob sie schon fest werden und gewendet werden können. Insgesamt benötigen sie ca. 35-40 Minuten.
Die Wurzeln (Karotten) habe ich einfach in einem Dampfgarsieb in einem Kochtopf gedünstet. Das Risotto braucht 25-30 Minuten. Die Wurzeln brauchen je nach Größe ähnlich lang. Du kannst sie also schon auf den Weg bringen. Zwischendurch immer mal checken und eventuell vom Herd nehmen, damit sie nicht zu weich werden, bevor das Risotto fertig ist.
Für das Risotto in einem Topf die Brühe erhitzen (nicht kochen). Für ca. 300g Reis benötige ich 1-1,5l Brühe. Mit selbst gemachter Brühe, schmeckt es noch mal besser!
Die Pastinaken, den Knoblauch und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden (5 mm, die Zwiebel und den Knoblauch feiner). In etwas Olivenöl so sacht anschwitzen, dass die Würfel ganz leichte Farbe bekommen, aber nicht braun werden. Den Risottoreis dazu geben, kurz weiter anschwitzen und dann mit etwas Weißwein ablöschen. Den Weißwein unter Rühren verdunsten.
Wenn der Wein reduziert ist, 1-2 Suppenkellen der heißen Brühe dazu geben. Kurz umrühren und dann bei niedriger bis mittlerer Hitze simmern lassen, bis ein dicklicher Brei entsteht. Dann die nächsten ein bis zwei Kellen dazu geben. Immer nur so viel, dass der Reis gerade bedeckt ist.
Während der Reis köchelt, kannst Du die Brunnenkresse putzen, waschen und trocken schleudern.
Je nach Reis bedarf es 20 bis 25 Minuten ab der ersten Suppenkelle Brühe, damit die Körner außen weich sind, aber innen noch etwas Biss aufweisen. Dann nimmst Du das Risotto vom Herd, gibst ein paar großzügige Esslöffel Parmesan oder Ziegenhartkäse hinein und rührst um. Wenn Du eine gute Brühe verwendet hast, brauchst Du nicht mehr zu würzen.
Beim Anrichten auf das Risotto etwas von den Chips und Zwiebelringen geben, die Brunnenkresse nur mit etwas Condimento Balsamico beträufeln und die Karotten mit etwas Meersalz aus der Mühle würzen.
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