{"id":203,"date":"2017-09-17T07:07:11","date_gmt":"2017-09-17T07:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/?p=203"},"modified":"2023-03-15T15:24:15","modified_gmt":"2023-03-15T15:24:15","slug":"es-ist-angerichtet-warum-und-wie-ich-meine-bienen-fuettere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/index.php\/2017\/09\/17\/es-ist-angerichtet-warum-und-wie-ich-meine-bienen-fuettere\/","title":{"rendered":"Es ist angerichtet!  &#8211; Warum und wie ich meine Bienen f\u00fcttere."},"content":{"rendered":"<p>Seit mehreren Jahren halte ich Bienen in einer <a href=\"http:\/\/bienenkiste.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bienenkiste<\/a>. Bei dieser Haltungsform geht es nicht um eine Maximierung des Honigertrags, vielmehr steht der Naturschutzgedanke im Vordergrund.<\/p>\n<p>Fast genauso lange \u00fcberlege ich allerdings auch die Bienenhaltung wieder aufzugeben. Am Flugloch zu sitzen und den Bienen zuzuschauen, die Kiste zu \u00f6ffnen und die Entwicklung des Volkes zu beobachten oder einen Schwarm einzufangen und in eine neue Kiste einlaufen zu lassen, sind zwar fantastische Erlebnisse, aber hier auf dem Lande haben es die Bienen einfach nicht leicht.<\/p>\n<p>Die letzten Jahre war der beste Zeitpunkt f\u00fcr die winterliche Behandlung gegen die Varoamilbe schwer zu ermitteln, da die Winter so milde waren, dass l\u00e4ngere Frostperioden teilweise erst im Februar vorkamen. Daf\u00fcr hatten wir manches Fr\u00fchjahr, das so kalt war, dass die Bienen die Fr\u00fchtracht z.B. der Obstb\u00e4ume komplett ausgelassen haben. Die Sommer waren \u00fcber lange Strecken regnerisch. All dieses gilt f\u00fcr Imker auf dem Land wie in der Stadt. Aber hier im n\u00f6rdlichen Schleswig-Holstein sieht es \u00fcber weite Strecken aus, wie auf dem Bild vom Land hinter unserem Haus: Mais bis zum Horizont.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Maisfelder.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-204\" src=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Maisfelder-1024x368.jpg\" alt=\"Maisfelder\" width=\"525\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Maisfelder-1024x368.jpg 1024w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Maisfelder-300x108.jpg 300w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Maisfelder-768x276.jpg 768w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Maisfelder.jpg 1325w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Maisfelder sind f\u00fcr Bienen fast komplett unbrauchbar. Es soll etwas Pollen geben, der qualitativ aber nicht so nahrhaft sein soll. In guter landwirtschaftlicher Praxis g\u00e4be es einen Fruchtwechsel auf den Feldern. Leider h\u00e4lt der Bauer, der das Feld hinter unserem Haus bewirtschaftet, nichts davon und bebaut die Fl\u00e4che seit mindestens 2009 ununterbrochen mit Mais.<br \/>\nDie Bauern der anderen Felder wechseln schon. Aber auch andere Getreide oder selbst Raps haben nicht so viel zu bieten. Der Raps bringt zwar in kurzer Zeit viel &#8211; aber die genutzte Anbaufl\u00e4che bringt gute 49 Wochen des restlichen Jahres praktisch nichts. Intensiv landwirtschaftlich genutzte R\u00e4ume sind f\u00fcr Insekten \u00d6dland.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich versuchen wir mit unserem Garten dagegen zu halten. Nicht erst seit die Bienen da sind, wird bei neuen Pflanzen f\u00fcr den Garten auch immer geschaut, wie n\u00fctzlich sie als Nektar- und\/oder Pollenlieferant sind. Auch eine Wildblumenwiese haben wir angelegt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Wildblumenwiese201706_P6213680.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-270\" src=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Wildblumenwiese201706_P6213680-1024x633.jpg\" alt=\"Wildblumenwiese\" width=\"525\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Wildblumenwiese201706_P6213680-1024x633.jpg 1024w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Wildblumenwiese201706_P6213680-300x186.jpg 300w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Wildblumenwiese201706_P6213680-768x475.jpg 768w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Wildblumenwiese201706_P6213680.jpg 1570w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber selbst, wenn wir unser gesamtes Grundst\u00fcck in eine Wildblumenwiese verwandelten, w\u00e4re das Land <strong>nicht<\/strong> in der Lage, ein <strong>einziges<\/strong> Bienenvolk zu ern\u00e4hren. So kam es, dass mir 2015 mitten im Sommer ein Volk durch Unaufmerksamkeit verhungert ist. Das darf nat\u00fcrlich nicht passieren. Deshalb habe ich in diesem nassen, kalten Sommer fr\u00fchzeitig angefangen, den Bienen fl\u00fcssige Nahrung anzubieten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Bienenfutter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-210\" src=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Bienenfutter-1024x693.jpg\" alt=\"Bienenfutter\" width=\"525\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Bienenfutter-1024x693.jpg 1024w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Bienenfutter-300x203.jpg 300w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Bienenfutter-768x520.jpg 768w, https:\/\/feinschmeckergarten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Bienenfutter.jpg 1564w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese fl\u00fcssige Nahrung besteht aus Zucker mit einer Priese Salz, die in hei\u00dfem Wasser aufgel\u00f6st werden. Au\u00dferdem gebe ich Teebeutel mit Kamillentee dazu. Damit die Bienen nicht in der Zuckerl\u00f6sung ertrinken, kann man Scheiben aus Flaschenkorken schneiden und damit die Oberfl\u00e4che bedecken. Als Alternative dazu habe ich entdeckt, dass die Blattenden vom Zitronengras auf der Oberfl\u00e4che nicht nur die Anzahl der ertrinkenden Bienen drastisch reduzieren, sondern durch den Duft auch die Aufnahme der Nahrung durch die Bienen beschleunigen.<\/p>\n<p>Zitronengras daf\u00fcr zu verwenden, mag erst einmal etwas dekadent klingen. Aber zum Kochen verwendet man eher die St\u00e4ngel und nicht die \u00e4u\u00dferen Bl\u00e4tter und f\u00fcr Tee nehme ich nur wirklich frische, gr\u00fcne Bl\u00e4tter (sehr lecker!). Daher sind die etwas welken Bl\u00e4tter einfach da und erf\u00fcllen so einen sehr guten Zweck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mehreren Jahren halte ich Bienen in einer Bienenkiste. 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